Kommunalwahl Wahlprogramm 2026

Liebe Verdener*innen,

unsere Stadt steht vor großen Aufgaben, aber auch vor einer echten Chance: Wir können Verden gemeinsam nachhaltiger, sozialer und lebenswerter gestalten. Die Klimakrise fordert von uns ein schnelles und vorausschauendes Handeln – beim Naturschutz, bei der Energie- und Wärmewende sowie bei der Anpassung unserer Infrastruktur. Doch zu einer zukunftsfähigen Stadt gehört noch mehr.

Für uns gehen ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand. Wir setzen uns ein für bezahlbaren Wohnraum, eine moderne und barrierefreie Mobilität, starke Bildungseinrichtungen und ein lebendiges, von Vielfalt geprägtes Miteinander. Dabei ist unser Kompass stets ein generationenübergreifendes Denken, das solide Finanzen und eine starke lokale Wirtschaft mit ökologischen Zielen vereint.

Demokratie lebt vom Dialog. Im Stadtrat stehen wir für eine sachorientierte, konstruktive Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte – mit klarem Blick auf pragmatische Lösungen und einer unmissverständlichen Absage an Rechtsextremismus.

Auf den folgenden Seiten laden wir Sie ein, unsere Ideen und konkreten Forderungen für ein grünes, weltoffenes und zukunftsfestes Verden kennenzulernen. Lassen Sie uns die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten!

Die Klimakrise stellt unsere Stadt vor enorme Herausforderungen, doch noch haben wir die Chance, unsere Zukunft lebenswert zu gestalten. Wir setzen uns für eine vorausschauende Stadtplanung ein, die den Naturschutz priorisiert und unsere Infrastruktur aktiv an Hitzeereignisse und Starkregen anpasst. Unser Ziel ist eine klimaresiliente Stadt, in der ökologische Vielfalt und urbane Lebensqualität Hand in Hand gehen.

Dafür stehen wir ein:

  • Verden als „100-Prozent-Erneuerbar“-Stadt: Alle städtischen Gebäude und Immobilien sollen bis 2035 bilanziell klimaneutral betrieben werden – hier hat die Kommune eine Vorbildfunktion und die Stadt muss als Vorbild vorangehen.
  • Energie in Bürger*innenhand: Wir wollen (finanzielle) Beteiligungsmöglichkeiten an der Energiewende schaffen, damit Bürger*innen direkt von lokalen Projekten für erneuerbare Energien profitieren können – z.B. durch Bürger*innen-Solaranlagen der Stadtwerke oder durch eine Bürger*innen-Energiegenossenschaft
  • Hitzeschutz durch grüne Lungen: Zur Verbesserung des Mikroklimas in der Fußgängerzone setzen wir auf Begrünung durch standortgerechte, heimische Bäume, die Trockenstress standhalten und auf andere Formen klimatisch wirkungsvoller Begrünung, unter anderem an Fassaden. In geeigneten Teilen des Stadtgebiets fordern wir die Anlage von „Tiny Forests“ und Bauminseln .
  • „Let’s Heck“: Wir wollen Hecken an Wegen und Feldrändern neu anlegen, um den Windschutz zu erhöhen und das Kleinklima positiv zu beeinflussen. Gleichzeitig schaffen wir damit wertvollen Lebensraum für Tiere.
  • Verden als Schwammstadt¹: Wir wollen die großflächige Entsiegelung bestehender Flächen fördern und weiterere Versiegelungen bei neuen Bauprojekten vermeiden, um den natürlichen Wasserhaushalt zu schützen. Bei Neubauten – zumindest im öffentlichen Bereich – sollen Grauwassersysteme und Zisternen für die Bewässerung von Grünanlagen zum Standard werden. 
  • Umsetzung des aktualisierten Klimaschutzkonzepts: Das Klimaschutzkonzept wurde gerade überarbeitet. Jetzt muss es konsequent umgesetzt werden, um als echter Fahrplan für die lokale Energiewende zu dienen.

¹ Schwammstadt: ist ein Stadtkonzept, das darauf ausgelegt ist, Regenwasser nicht sofort über die Kanalisation abzuleiten, sondern es dort aufzunehmen und zu speichern, wo es fällt.

  • Transparente Wärmewende: Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung müssen öffentlich kommuniziert und im Dialog mit Bürger*innen umgesetzt werden.  Für den Aufbau von Nahwärmenetzen braucht es konkrete Zeitpläne.
  • Vorbildfunktion der Kommune: Städtische Gebäude sollen als Vorreiter dienen. Wir fordern die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf allen geeigneten kommunalen Dachflächen und Solarüberdachung von Parkplätzen.

Ohne intakte Natur keine lebenswerte Stadt. Artenvielfalt zu schützen heißt, unsere Lebensgrundlagen zu sichern – jetzt und für die, die nach uns kommen. Deshalb setzen wir uns für mehr Grün, weniger Versiegelung und konsequenten Schutz unserer Lebensräume ein.

Darum fordern wir:

  • Schutz des Stadtwaldes und der Naturräume: Unser wertvoller Stadtwald soll naturnah bewirtschaftet und an seinen Rändern erweitert werden; er ist als grüne Lunge Verdens unantastbar und sollte auch als Naherholungsgebiet geschützt bleiben
  • Stärkung der Baumschutzsatzung und des Förderprogramms der fachgerechten Baumpflege:Die Umsetzung der Baumschutzsatzung und des Förderprogramms soll mit dem Ziel der zukunftsfähigen und dauerhaften Sicherung des wertvollen Baumbestandes ausgebaut werden
  • Förderung neuer Stadtbäume: Als aktive Maßnahme zur Klimaanpassung wollen wir die Neupflanzung von Stadtbäumen intensiv vorantreiben, um die natürliche Kühlung und die Lebensqualität in unseren Quartieren zu erhöhen.
  • Stärkung der Biodiversität: Das bestehende Biodiversitätskonzept möchten wir zügig umsetzen und vorhandene Lücken schließen. Wir fordern eine ökologische Umgestaltung von Grünflächen weg von Rasen und Rabatten hin zu klimaresistenten Wiesen und Gehölzanpflanzungen.

  • Bezahlbarer Wohnraum und klimagerechtes Bauen gehen Hand in Hand. Wir wollen Verden so weiterentwickeln, dass Wohnen für alle Generationen erschwinglich bleibt und gleichzeitig klimafreundlich ist. Dabei setzen wir auf intelligente Nachverdichtung, den Abbau bürokratischer Hürden für Neu- und Umbauten und die konsequente Nutzung bereits versiegelter Flächen für die Energieerzeugung.

Dafür stehen wir ein:

  • Photovoltaik-Offensive: Wir fordern die konsequente Nutzung von Dachflächen  sowie von Parkplätzen und Industriegebäuden. Bestehende Anträge müssen zügig umgesetzt werden.
  • Denkmalschutz modern denken: Die Installation von PV-Anlagen in der Altstadt und auf denkmalgeschützten Gebäuden muss deutlich erleichtert werden, um Klimaschutz und Tradition vereinbar zu machen. Dabei gilt es, die historische Bausubstanz zu erhalten, da sie das Gesicht und den Charakter von Verden maßgeblich prägt.
  • Günstige Energie durch Mieter*innenstrom: Bezahlbares Wohnen bedeutet heute auch günstige Energie. Wir setzen uns für Mieter*innenstrommodelle ein, die Kostenvorteile direkt an die Bewohner weitergeben.
  • Wärmewende durch Quartiersnetze: In Bereichen mit dichter Bebauung sollen nachbarschaftliche, klimafreundliche Wärmelösungen unterstützt werden. Wir begrüßen den Aufbau kleiner, klimafreundlicher Quartiersnetze als Teil der kommunalen Wärmeplanung.
  • Bezahlbarer und inklusiver Wohnraum: Wir setzen uns für die Schaffung von flexiblem, bezahlbarem Wohnraum ein, der den unterschiedlichen Lebensphasen und Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird – von kompakten Wohnformen bis hin zu barrierefreien Angeboten für ein langfristiges und generationenübergreifendes Zuhause.
  • Innenentwicklung vor Außenentwicklung: Wir priorisieren die Nachverdichtung und Lückenbebauung gegenüber neuen Siedlungsgebietenauf der „grünen Wiese“, um  möglichst viele Flächen für Naturschutz und Landwirtschaft zu erhalten.
  • Ökologische und soziale Konzeptvergabe: Bei der Vergabe städtischer Grundstücke wollen wir Konzepte bevorzugen, die hohe ökologische und soziale Standards erfüllen.
  • Entbürokratisierung der Planung: Veraltete Bebauungspläne und Gestaltungssatzungen müssen angepasst werden, um die Modernisierung des Bestandes, nachhaltige Bauvorhaben und flexible Nutzungsänderungen unkompliziert voranzubringen.
  • Alternative Wohnformen fördern: Genossenschaftliche Wohnprojekte und alternative Wohnkonzepte verdienen besondere Unterstützung, z.B. durch begünstigte Überlassung von städtischen Grundstücken in Erbbaurecht.
  • Lebendige Quartiere: Für eine hohe Lebensqualität sorgen wir durch eine gute Mobilitätsanbindung, wohnortnahe Versorgung und den flächendeckenden Glasfaserausbau in allen Stadtteilen.

Unser Ziel ist eine moderne Mobilität, die die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer*innen sicher und flüssig miteinander kombiniert. Wir setzen dabei auf ein starkes Miteinander und legen einen klaren Fokus auf den Ausbau umweltfreundlicher und nachhaltiger Verkehrsformen. Verden soll eine Stadt der kurzen Wege sein, in der Mobilität barrierefrei, digital vernetzt und für alle Generationen bezahlbar ist.

Dafür stehen wir ein:

  • Mobilitätskonzept umsetzen: Das auf unsere Anregung entwickelte, zukunftsweisende Mobilitätskonzept für die Stadt Verden muss konsequent und systematisch umgesetzt werden.
  • Mobilität für die Jugend: Wir setzen uns ein für ein kostenfreies oder stark vergünstigtes Stadtbussystem für alle Menschen unter 21 Jahren, um frühzeitig den Umstieg auf den ÖPNV zu fördern.
  • Modernes On-Demand-System: Wir setzen uns dafür ein, das dass bisherige Anrufsammeltaxi zu einem verlässlichen, bezahlbaren und flexiblen System weiterentwickelt wird, das auch per App gebucht werden kann und die Ortsteile besser an den Bahnhof anbindet.
  • Sanierungsoffensive für Radwege: Nur sichere und gut ausgebaute Wege motivieren zum Umstieg. Wir fordern die konsequente Umsetzung des Radwegeförderkonzepts, die schnelle Beseitigung von Schlaglöchern und innovative Lösungen wie am Berliner Ring, um Wurzelschäden dauerhaft zu vermeiden.
  • Sichere Schul- und Alltagswege: Rad- und Fußwege müssen eindeutig ausgewiesen werden. Die Anbindung der Ortsteile durch Velorouten sowie sichere Radwege zu allen Grundschulen müssen in der Verkehrsplanung Priorität erhalten.
  • Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur: Wir fordern mehr beleuchtete und überdachte Abstelleinrichtungen am Bahnhof, bei der Kreisbau und an wichtigen Bushaltestellen, sowie die Anlage von Fahrrad-Schnellwegen.
  • Echte Mobilstationen: Am Bahnhof und an Knotenpunkten wie in Hönisch sollen Mobilstationen entstehen, die P+R, E-Ladeinfrastruktur, Leihfahrräder und Carsharing miteinander verknüpfen – idealerweise kombiniert mit dem Deutschland-Ticket.
  • Sicher zu Fuß unterwegs: Durch die Optimierung des Mängelmelders, die Anpassung der Beleuchtungszeiten (z.B. am Parkplatz Verwell) und die Schaffung sicherer Querungshilfen an Gefahrenpunkten erhöhen wir die Sicherheit für alle, die zu Fuß oder mit dem Rollstuhl unterwegs sind.
  • Optimiertes Parkkonzept: Um den Umstieg auf die Bahn attraktiver zu machen, fordern wir kostenfreies oder stark vergünstigtes Parken im Bahnhofsbereich für Inhaber*innen von ÖPNV-Tickets.
  • Intelligente Verkehrsleitung: Kurzfristige Maßnahmen wie Verkehrsspiegel im Holzmarkttunnel und die Einrichtung / Erweiterung von Mitfahr-Parkplätzen an den Autobahnabfahrten (insbesondere Verden-Ost) sollen den Verkehrsfluss und die Sicherheit verbessern.

Bildung und Kultur sind das Fundament für den Zusammenhalt in unserer Stadt. Wir wollen den hohen Standard unserer Schulen und Kitas nicht nur bewahren, sondern durch ökologische Sanierungen und moderne digitale Strukturen zukunftsfest machen. Gleichzeitig setzen wir uns für eine lebendige Demokratie ein, die Menschen beteiligt und kulturelle Vielfalt fest im städtischen Leben verankert.

Darum fordern wir:

  • Enge Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen: DWir setzen uns für eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen sowie weiterführenden Schulen ein, um Übergänge im Sinne von Inklusion und Teilhabe chancengerecht zu gestalten.
  • Wohnortnahe Bildungsinstitutionen: Die Unterstützung von Kindern und Familien soll durch wohnortnahe Bildungseinrichtungen intensiviert werden.
  • Energetische Sanierung von Bildungsstätten: Nach den Investitionen in den Ausbau von Krippen und Kitas müssen die Schulgebäude weiter energetisch saniert und modernisiert werden.
  • Gutes Essen für Kitas und Schulen: Unser Ziel ist eine Umstellung auf regionale und ökologische Schulverpflegung – wenn möglich mit Frischeküche.
  • Professionelle IT-Infrastruktur: Wir setzen uns für ein eigenes Budget für den „First-Level-Support“ an Schulen und die Installation fester professioneller IT-Koordination ein, um Lehrkräfte nachhaltig zu entlasten.
  • Förderung kultureller Vielfalt: Kulturelle Vielfalt, lokale Kulturangebote und Kulturschaffendemüssen weiterhin gefördert und sichtbar bleiben.
  • Gemeinwesenarbeit: Nachbarschaftsinitiativen und generationenübergreifende Begegnungsräume und Treffpunkte brauchen weiterhin Unterstützung. Politische Teilhabe über Stadtteilbeiräte und Ortsräte verdienen Wertschätzung.
  • Lernort Demokratie: Wir unterstützen aktiv den geplanten Lernort Demokratie im historischen Syndikatshof als zentralen Punkt für politische Bildung und Austausch.
  • Stärkung der Bürger*innenbeteiligung: Über Bauvorhaben hinaus fordern wir offene Bürgerforen zu wichtigen Stadtentwicklungsthemen und eine transparente Bereitstellung von Ratsinformationen im Internet.

Einbindung der Jugend: Jugendliche sollen stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden, um ihre Perspektiven aktiv in die Gestaltung unserer Stadt einzubringen. Das auf unsere Initiative eingerichtete Kinder- und Jugendparlament verdient Unterstützung und vor allem: Ernst genommen zu werden.

Eine verlässliche medizinische Versorgung ist das Fundament für die Lebensqualität in unserer Stadt. Wir setzen uns dafür ein, dass Gesundheit nicht vom Wohnort abhängt und die Kommune eine aktive Rolle bei der Sicherung der medizinischen Infrastruktur einnimmt. Unser Ziel ist eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung, die für alle Generationen schnell erreichbar bleibt.

Dafür stehen wir ein:

  • Sicherung der Aller-Weser-Klinik: Wir fordern die langfristige Unterstützung und Standortsicherung unseres Krankenhauses als unverzichtbarer Pfeiler der regionalen Notfall- und Basisversorgung.
  • Förderung der hausärztlichen Versorgung: Um dem drohenden Ärztemangel aktiv entgegenzuwirken, setzen wir uns für kommunale Förderprogramme und gezielte Unterstützung bei der Ansiedlung von haus- und fachärztlichen Praxen ein.
  • Wohnortnahe Medizin: Eine essenzielle Grundversorgung muss direkt in den Quartieren und Ortsteilen erhalten bleiben, damit der Weg in die ärztliche Praxis insbesondere für ältere Menschen und junge Familien kurz und unkompliziert ist.
  • Stärkung der Frauengesundheit: Wir setzen uns für die Förderung einer gendersensiblen medizinischen Versorgung ein. Die Gesundheit und medizinische Betreuung aller Menschen und das Bewusstsein für Gendermedizin soll auch in Verden gezielt gefördert und geschult werden.
  • Sicherung von Schwangerschaftsabbrüchen: Ein sicherer und verlässlicher Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen muss als fester und selbstverständlicher Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung und Fürsorge in Verden erhalten bleiben.

Eine starke Gemeinschaft schafft Räume für Begegnung und zeichnet sich dadurch aus, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht und Räume für Begegnung schafft. Wir setzen uns für eine soziale Stadtpolitik ein, die den Zusammenhalt zwischen den Generationen fördert und Teilhabe für alle Menschen ermöglicht. Unser Ziel ist ein Verden, das durch lebendige Quartiere, moderne Jugendangebote und eine starke Unterstützung des Ehrenamts auszeichnet auszeichnet.

Dafür stehen wir ein:

  • Attraktive Innenstadt für alle Generationen: Wir schaffen inklusive und generationsübergreifende Aufenthalts- und Freizeitangebote im Zentrum. Insbesondere  für die Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen wollen wir moderne und einladende Treffpunkte etablieren, die das Stadtbild beleben.
  • Sicherung der Gemeinwesenarbeit: Die erfolgreiche Arbeit in den Quartieren muss verstetigt werden. Wir fordern die langfristige Sicherung der aktuellen Stellen sowie eine kontinuierliche Evaluation, um die Angebote optimal an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen.
  • Förderung des Ehrenamts: Das freiwillige Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wir wollen ehrenamtliche Strukturen weiter stärken und bürokratische Hürden abbauen.
  • Starke Partner in der Not: Wir wollen soziale Institutionen wie die Verdener Tafel verlässlich und dauerhaft unterstützen, um die Grundversorgung bedürftiger Mitbürgerinnen und Mitbürger sicherzustellen.
  • Stärkung sozialer Räume (JUZ): Wir fordern zusätzliche Mittel für das Jugendzentrum (JUZ) und eine Ausweitung der Öffnungszeiten, um Jugendlichen verlässliche und sichere Freiräume zu bieten.
  • Digitale Teilhabe: Für eine moderne Stadtgesellschaft ist der schnelle und kostenfreie Zugang zum WLAN im öffentlichen Raum sowie auch in den Stadtteilen und Treffpunkten eine Grundvoraussetzung, die wir konsequent ausbauen wollen.

Eine lebendige Stadtgesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass alle Menschen frei von Diskriminierung leben, lieben und sich einbringen können. Wir wollen Verden zu einem Ort machen, an dem Vielfalt nicht nur toleriert, sondern aktiv gelebt und geschützt wird. Unser Ziel ist eine weltoffene Kommune, die queere Sichtbarkeit fördert, Akzeptanz von der Verwaltung bis in die Schulen stärkt und verlässliche Schutz- und Beratungsstrukturen für alle Generationen schafft.

Dafür stehen wir ein:

  • Verden ist bunt: Ein Aktionsplan „Weltoffenes Verden“ soll queere Inklusion sichtbar machen und mit anderen Diversitätsthemen verbinden.
  • Ansprechperson in der Verwaltung: Die bestehende Gleichstellungsbeauftragte erhält einen expliziten Stellenanteil für queere Themen – niedrigschwellig und angegliedert an vorhandene Stellen.
  • Sichtbarkeit zeigen: Regenbogenflaggen an städtischen Gebäuden zum Aktionstag am 17. Mai und zum CSD sollen deutliche Symbole einer weltoffenen, modernen und inklusiven Stadt werden.
  • Queere Jugendarbeit: Queere Themen sollen in Jugendzentren und städtischer Jugendarbeit verankert, Fachkräfte geschult und Schutzkonzepte etabliert werden.
  • Schulen und Aufklärung: Wir unterstützen Aufklärungs- und Bildungsangebote sowie Antidiskriminierungsangebote an Verdener Schulen und in der Jugendarbeit . 
  • Diskriminierungsfreie Verwaltung: Wir fordern die konsequente Erweiterung von Formularen um die Option „divers“. Gendersensible Sprache und die Sensibilisierung von Mitarbeiter:innen sollte der Standard sein.

Integration ist die Basis in einer zukunftsfähigen, lebendigen und vielfältigen Stadt. Sie schafft Zusammenhalt und ermöglicht die Versorgung mit Fachkräften für lokale Betriebe und ist eine richtungsweisende Investition in die Zukunft Verdens als lebendige und vielfältige Stadt.

Dafür stehen wir ein:

  • Arbeitsmarkt öffnen: Wir fordern, dass die Wirtschaftsförderung der Stadt lokale Betriebe aktiv dabei unterstützt, Zugewanderte einzustellen und Anerkennung ausländischer Qualifikationen zu fördern.
  • Kinder und Jugendliche unterstützen: Sprachförderung soll in Kitas beginnen, um allen Kindern und Jugendlichen gute Bildungschancen zu ermöglichen.
  • Zusammenleben gestalten: Wir wollen Begegnungsformate in Sportvereinen, Nachbarschaftsprojekten und Kulturangeboten vorantreiben und fördern, damit Verden eine Stadt bleibt, in der alle dazugehören.
  • Sprachförderung ausbauen: Die Sprache ist der Schlüssel zu erfolgreicher gesellschaftlicher Teilhabe und dem Einstieg in den Arbeitsmarkt. Wir setzen uns für ein flächendeckendes und leicht zugängliches Angebot an Sprach- und Integrationskursen in Verden ein, das sich flexibel an den Lebensrealitäten von Familien und Berufstätigen orientiert.

Eine solide und vorausschauende Finanzpolitik ist die Voraussetzung dafür, dass Verden auch in Zukunft handlungsfähig bleibt. Wir setzen auf ein nachhaltiges Wirtschaften, das ökologische und soziale Ziele fest in die Haushaltsplanung integriert und Investitionen an ihrer langfristigen Zukunftsfähigkeit misst. Unser Ziel ist ein Haushalt, der nicht nur aus Zahlen besteht, sondern echte Werte für die kommenden Generationen schafft.

Dafür stehen wir ein:

  • Zukunft des Verwell sichern: Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadtwerke den Betrieb und notwendige Sanierungen des Verwell dauerhaft gewährleisten können. Um einen erschwinglichen Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger zu garantieren, fordern wir bei Bedarf eine gezielte Unterstützung durch die Stadt.
  • Nachhaltige Haushaltspolitik: Wir stehen für eine Finanzplanung, die langfristig nicht über die eigenen Verhältnisse wirtschaftet. Das bestehende Handlungskonzept zum Haushaltsausgleich muss konsequent weiterentwickelt werden, um finanzielle Spielräume zu sichern.
  • Zukunftsfähige Investitionen: Städtische Investitionen müssen sinnvoll und ökologisch nachhaltig angelegt sein. Wir fordern ein klares System zur Priorisierung von Projekten, das neben den Anschaffungskosten auch die langfristigen Folgekosten transparent darstellt.
  • Ökologische und soziale Standards bei Ausschreibungen: Wir fordern, dass bei  städtischen Ausschreibungen verbindliche ökologische und soziale Kriterien verankert werden. So kann die öffentliche Hand ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.
  • Werteorientierte Kennzahlen (SDGs) und Geschlechtergerechtigkeit: Haushaltspolitik soll über die Ausrichtung an monetäre Größen hinausgehen.  Wir wollen die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals), einschließlich der Geschlechtergerechtigkeit, in messbare Kennzahlen übersetzen und in die strategische Investitionsplanung integrieren.
  • Verantwortungsbewusstes Personalmanagement: Wir fordern eine regelmäßige Evaluation des Personalkostenbudgets und eine kritische Aufgabenprüfung. Ein effizientes Personalmanagement soll Stellen sichern, die für die Kernaufgaben der Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit und das Gemeinwohl unverzichtbar sind.

 

Eine starke lokale Wirtschaft ist der Motor für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Wir setzen auf eine nachhaltige Wirtschaftsförderung, die Innovationen unterstützt und Verden als attraktiven Standort für modernes Arbeiten und Wohnen positioniert. Unser Ziel ist eine lebendige Innenstadt und eine resiliente Wirtschaftsstruktur, die ökologische Verantwortung mit ökonomischem Erfolg verbindet.

Dafür stehen wir ein:

  • Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft: Wir wollen die Gründung einer eigenen Gesellschaft vorantreiben, um die Stadtentwicklung aktiv und strategisch zu unterstützen.
  • Belebung der Innenstadt: Wir setzen bestehende Lösungen zur Reduzierung von Leerständen konsequent fort. Durch die Beschleunigung von Sanierungen und die Förderung sinnvoller Nachnutzungen steigern wir die Aufenthaltsqualität in unserem Stadtzentrum nachhaltig.
  • Fokus auf grüne Innovationen: Verden soll gezielt Unternehmen aus innovativen und ökologischen Branchen anziehen. Wir unterstützen die Diversifizierung unserer Wirtschaftsstruktur durch die Förderung von Unternehmensnetzen.
  • Genossenschaftliches und solidarisches Wirtschaften: Wir setzen uns für die Unterstützung genossenschaftlicher und solidarischer Wirtschaftsformen ein, wie z.B. solidarische Landwirtschaft und Wohnungsgenossenschaften. Bei Grundstücks- oder Raumvergaben sollte die Stadt solche Wirtschaftsformen privilegieren.
  • Aktive Wirtschaftsförderung: Wir fordern eine proaktive Beratung zu Förderprogrammen sowie eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, um Verden als modernen Wirtschaftsstandort sichtbarer zu machen.
  • Flächensparende Gewerbeentwicklung: Bei der Ausweisung neuer Gewerbeflächen priorisieren wir einen effizienten und schonenden Umgang mit Grund und Boden.
  • Revitalisierung von Industriebrachen: Wir setzen auf die Konversion von Gewerbebrachen für zeitgemäße Arbeitsformen oder zur Schaffung neuen Wohnraums.
  • Wohncampus am Bahnhof: Wir schlagen die Entwicklung eines „Wohncampus“ in Bahnhofsnähe vor, um bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende, Studierende und junge Berufstätige zu schaffen – idealerweise in Kooperation mit der Kreisbau oder der AllerWohnen.
  • Verzahnung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit: Wir schaffen attraktive Rahmenbedingungen, die Verden als lebenswerten Wohn- und Arbeitsort stärken und eine gute Versorgung sowie vielfältige Freizeitangebote für alle Menschen garantieren.

Demokratie lebt vom Dialog und der Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt zu übernehmen. Wir verstehen die Arbeit im Stadtrat als Auftrag, Verden durch sachliche und lösungsorientierte Politik voranzubringen. Dabei setzen wir auf Kooperation statt Konfrontation, um nachhaltige Ergebnisse für alle Bürgerinnen und Bürger zu erzielen.

Dafür stehen wir ein:

  • Verwaltung für die Bürger:innen: Anliegen der Bürgerinnen und Bürger müssen zeitnah, verlässlich und unbürokratisch umgesetzt werden. Wir setzen uns für eine moderne, serviceorientierte Stadtverwaltung ein, die durch digitale Angebote Wege verkürzt und Prozesse beschleunigt. Eine transparente Kommunikation und klare Ansprechpersonen sind für uns der Schlüssel zu einer dienstleistungsorientierten Verwaltung auf Augenhöhe.
  • Verlässlichkeit und Vertrauen: Politisches Handeln braucht eine Basis des gegenseitigen Respekts. Wir stehen für eine politische Kultur, die transparent ist und das Vertrauen der Menschen in die kommunale Selbstverwaltung stärkt.
  • Repräsentative und moderne Führung: Wir verstehen Stadtrat und Stadtverwaltung als Spiegel der gesamten Stadtgesellschaft  Wir setzen uns gezielt für die Förderung von Frauen in Führungspositionen in Politik und Verwaltung ein. Mehr Vielfalt in der Führung bringt neue Perspektiven, stärkt die lösungsorientierte Zusammenarbeit und sichert der Verwaltung den Zugang zu den besten Fachkräften für die Zukunft Verdens.
  • Fokus auf Ergebnisse: Unser Ziel ist es, pragmatische Lösungen für die täglichen Herausforderungen unserer Stadt zu erarbeiten.
  • Konstruktive Ratsarbeit: Wir setzen uns für eine Fortsetzung der lösungsorientierten Zusammenarbeit der demokratischen Parteien im Stadtrat ein, in die unsere grünen Ziele zum Wohl der Stadt in einer sachorientierten und konstruktiven Zusammenarbeit Eingang finden.  
  • Überfraktioneller Dialog: Wir fördern den Austausch über Parteigrenzen hinweg, um breite Mehrheiten für zukunftsweisende Projekte zu finden und Verden gemeinsam zu gestalten.
  • Keine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen: Eine Zusammenarbeit mit der AfD und anderen rechtsextremen Parteien lehnen wir konsequent und ausnahmslos ab.

Ihr findet unser Wahlprogramm hier als PDF in der Langfassung und in der Kurzfassung.

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