Antrag „Rote Dächer -> rote Sonnenenergie?“ am 14.3.

solarenergie denkmalschutz 3

In Verden ist es aktuell so, dass die örtliche Bauvorschrift Solar- und Photovoltaikanlagen in der (denkmalsgeschützten) Kernstadt nur dann zulässt, wenn die Module auch die Farbe des Daches haben. Wenn also z.B. das Dach mit roten Dachziegeln gedeckt ist, dann müssen die Module auch rot sein. Das hat leider einige Nachteile:

  • Rote Photovoltaikmodule sind bis zu dreimal so teuer wie dunkle
  • Rote Module können derzeit kaum geliefert werden
  • Rote Module erreichen nicht die Effizienz der schwarzen Paneele

Die örtliche Bauvorschrift verhindert also in vielen Fällen den Bau von neuen Solar- und Photovoltaikanlagen. Der Sinn ist fraglich, denn die Dächer sind vom Boden aus nicht einsehbar.

Und dann gibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit dem §2! Und der sagt, dass Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien im “überragenden öffentlichen Interesse” liegen und dass die erneuerbare Energie als vorrangige Belange in die jeweils durchzuführenden Schutzgüterabwägungen eingebracht werden” sollen. Das bedeutet, dass der Denkmalschutz nachrangig bewertet werden kann.
Wir bringen einen Antrag zur Änderung der örtlichen Bauvorschrift im Stadtrat ein, damit auch Verden seinen Teil zur Energiewende beitragen und sich konform im Sinne des EEG verhalten kann.

Übrigens: Die Kimaagentur des Landkreises Verden (KleVer) hat einen Solaratlas, da sieht man wie viel Dachfläche in Verden noch genutzt werden könnte um sauberen Strom zu erzeugen. Überprüft doch mal euer Dach auf https://solaratlas.klever-klima.de/

Foto: @arne_von_brill

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